Auf Amrum wird heute vor allem Hochdeutsch gesprochen.
Den (Öömrang) genannten Inseldialekt der Nordfriesischen Sprache beherrscht noch rund ein Drittel der Einwohner. Diese rund 800 Amrumer sind generell mehrsprachig. Die nordfriesischen Dialekte unterscheiden sich sehr stark. Das Öömrang ist dem Föhrer Friesisch noch recht ähnlich, aber selbst für Sprecher des zum selben Dialektzweig gehörenden sylter Dialekts ist es bereits schwer zu verstehen. Viele Amrumer beherrschen auch Niederdeutsch, da dies die Sprache der küstennahen Seefahrer war. Dänisch wird nur von wenigen Amrumern gesprochen.
Die Amrumer Tracht hat die Farben schwarz und weiß und ist mit wertvollem Silberschmuck reich verziert. Sie wird von jungen Mädchen und Frauen vor allem zur Konfirmation und zu touristischen Anlässen getragen.
Auf Amrum gibt es zwei eigentümliche Bräuche. Am 21. Februar wird der Biakendai gefeiert. Dabei wird ein großes Feuer entzündet, um den Winter auszutreiben. Menschen schwärzen einander mit Ruß die Gesichter. Der Tag beruht auf dem alten Feiertag Petri Stuhlfeier, der ursprünglich am 22. Februar begangen wurde, und auch in anderen nordfriesischen Gemeinden gefeiert wird.
Am Altjahrsabend findet das Hulken statt, bei dem Gruppen von meist jungen, fantasievoll verkleideten Amrumern von Haus zu Haus laufen, ihre Identität erraten lassen und dann je nach Alter mit Süßigkeiten oder alkoholischen Getränken belohnt werden.
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