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Förderkonzept

Gliederung

Grundidee
Ausgangslage
Zielsetzung
Vorgehensweise
Grundschule
Klassenstufe 5//6/7
Spezielles zur H89
R8-10
Schlusswort

Grundidee

In unserem Schulprogramm heißt es:

Zielsetzung ist die Förderung der Selbständigkeit, der Selbsteinschätzung sowie der Teamfähigkeit. Differenzierte Aufgabenstellung, Pflicht und Wahlaufgaben fordern und fördern jeden Schüler individuell nach seinen Fähigkeiten.

Ausgangslage

Unsere Klassen zeichnen sich durch eine starke Heterogenität aus.
Dies wird u. a. bedingt durch
- das individuelle Leistungsniveau der Schüler.
- Bildung von schulartübergreifenden Gruppen
- inselbedingt ein hoher Anteil von Schülern und Schülerinnen in der Sekundarstufe I, die einen Übergang zum Gymnasium anstreben.

Zielsetzung

1. individuelle Schwachpunkte erkennen und abbauen, um dafür zu sorgen, dass möglichst alle Schüler und Schülerinnen den Anforderungen der Klassenstufe gerecht werden und in die nächst höhere Klasse versetzt werden oder aufsteigen können.

2. die Schüler und Schülerinnen in ihren individuellen Stärken und persönlichen Neigungen fördern und fordern, um leistungsstarken Schülern den Übergang zum Gymnasium zu erleichtern.

3. die Ausbildungsfähigkeit aller Schüler zu sichern

4. Ausbau der Kernkompetenzen
- soziale Kompetenz
- Fachkompetenz
- Medienkompetenz
- Selbstkompetenz
- Methodenkompetenz

5. Stärkung der sprachlichen Kompetenz, insbesondere der Abbau von Lese- und Rechtschreibschwächen im Allgemeinen

Vorgehensweise

Zur Erarbeitung des Konzeptes wurden Arbeitsgruppen gebildet, die für die einzelnen Klassenstufen die bereits an unserer Schule praktizierten Maßnahmen zusammenführten und zukünftige gewünschte Erweiterungen diskutierten. Die Arbeitsgruppen umfassten vier Bereiche – Grundschule, die Klassen 5/6/7, die gemeinsame Lerngruppe H8/9 und die Klassen 8/9/10 – und setzten sich aus den dort unterrichtenden Lehrkräften zusammen.
Die unterschiedlichen Strukturen der einzelnen Abschnitte, die Beschreibungen mit wiederkehrenden Maßnahmen und die abweichenden Gewichtungen der Maßnahmen in den einzelnen Gruppen sind Ergebnis und Zeichen der gewünschten Förderung an unserer Schule, das Augenmerk auf den Einzelnen in seiner Klassenstufe zu haben.

Grundschule

- Teamteaching-Stunden in den Fächern Mathe und Deutsch
- Jahrgangsübergreifender Unterricht in den Klassen 3 / 4

Spezielle Fördermaßnahme im Fach Deutsch / Lesen:
- Lesepatenschaften am Nachmittag - außerhalb der Schule - für leseschwache Schüler
- Antolin
- Lesenächte
- Kooperation mit der Bücherei, die sich im Schulgebäude befindet (u. a. Wettbewerb, wer die meisten Bücher im Halbjahr ausgeliehen hat)

Spezielle Fördermaßnahme im Fach Mathematik:
- je eine Mathe-Förderstunde für die Klassen 3 / 4 (Gesamtunterricht) - z. Zt. mit dem Schwerpunkt „Sachaufgaben”
- Methodentage, 2x jährlich, zum Erlernen von Arbeitstechniken
- Werkstattunterricht
- Wochenplanarbeit
- Stationsarbeit
- Betreuung und Begleitung einzelner Schüler




Lernplanarbeit in Absprache mit den Eltern

Maßnahmen die umgesetzt werden sollen

- Erstellung eines konkreten Förderkonzeptes für lern- und /oder verhaltensauffällige Schüler für die Eingangsphase - in enger Zusammenarbeit zwischen Grundschullehrkraft und ggf. Fachlehrkraft sowie Förderzentrum
- Erstellung eines einheitlichen Konzeptes der Sonderschulpädagogen und Grundschulpädagogen für Schüler, die während des 1. Halbjahres der 3. Klasse eine Sonderschulüberprüfung erfahren

Wünsche

- eine wöchentliche Lesestunde für die Klassen 1/2 und 3/4 mit dem Ziel, das Lesevergnügen bei den Kindern zu wecken bzw. zu steigern sowie die Lesefähigkeit zu stärken
- unterschiedliche Formen der Umsetzung sind denkbar:
- jahrgangsübergreifend im Wechsel von 3 Wochen erhält jeweils eine Gruppe aus den jeweiligen zwei Klassen eine Lesestunde
- -Einrichtung einer Stunde „freie Lesezeit” für die jeweiligen zwei Klassen, in der einzelne Kinder gefördert / gefordert werden (als Vorlauf für „Lesen macht stark” in der Sek I)
- jahrgangsübergreifende zusätzliche Förder- bzw. Fordergruppen in den Fächern D und M

Klassenstufen 5,6,7

Fordern
- Unterrichtsphasen in leistungshomogenen, kleineren Lerngruppen (Teamteaching)
- Freiarbeitsphasen (Wochenplan, Stationsarbeit)
- Forderung von Eigeninitiative und Selbstständigkeit (Projektstunden)
- offene und problemorientierte Aufgabenstellungen im Regelunterricht einbinden
- Betreuung von jüngeren Schülern als Mentor, Helfer

Fördern
- handlungsorientierte und produktionsorientierte Lernmethoden anwenden
- Unterrichtsphasen in leistungshomogenen, kleineren Lerngruppen mit Betreuung durch ältere Schüler, leistungsstarken Schülern, Eltern, weitere Lehrkraft (Teamteaching) und externen Personen
- individuelle Lern- und Förderpläne schreiben, die den Ist-Zustand und Lernerfolge dokumentieren
- Verstärkungs- und Förderstunden
- Methodentraining
- Unterstützung des Selbstvertrauens und Selbstwertgefühls
- Förderschüler werden stundenweise in den Regelunterricht der Klassen mit eingebunden

Klassenstufen H8/9

Fordern und Fördern
- Gemeinsamer Unterricht mit der jeweiligen R-Klasse
- Unterricht in einer kleinen Lerngruppe
- Gerade dadurch sehr individuelle „Betreuung“ möglich
- weitere Aufteilung (Partnerarbeit, Kleingruppe)
- Lernplanarbeit in Verbindung mit Elternarbeit
- Verstärkungsstunden
- Methodentraining
- Projektarbeit ( u. a. „Amrumer Planke“)
- zur Sicherung der Ausbildungsfähigkeit werden schulische und außerschulische Maßnahmen herangezogen wie Berufsorientierung, sozialer Tag, zwei Betriebspraktika, (s. Schulprogramm)

weitere mögliche Maßnahmen
- Nachmittagsangebot für Hausaufgabenbetreuung und Unterrichtsvorbereitung
- sozialpädagogische Anlaufstelle (Schulmentor) für verhaltensauffällige Schüler, u. a. zur Konfliktberatung und auch zur Stärkung der Persönlichkeit
- Schaffung von weiteren Arbeitsnischen außerhalb des Klassenraumes

Klassenstufen R8/9/10

Fordern und Fördern

Zur Erreichung der oben genannten Ziele, werden an der Öömrang Skuul folgende Methoden für diese Klassenstufen eingesetzt bzw. eingeführt.
- Binnendifferenzierung in allen Klassen sorgt dafür, dass die Schüler/innen weitgehend ihrem eigenen Niveau entsprechendes Unterrichtsmaterial bearbeiten.
- Bereitstellen von Fördermaterial entsprechend den individuellen Bedürfnissen des einzelnen Schülers/der einzelnen Schülerin.
- Die Förderung zum Abbau von Schwachstellen wird als Notwendigkeit gesehen, nicht als freiwillige Maßnahme.
- Zwischen Lehrkraft, Erziehungsberechtigtem/r und Schüler(in) wird eine Teil- oder Lernzielvereinbarung formuliert, die inhaltlichen Umfang und Art der Förderung sowie den Zeitrahmen beinhaltet.
- Diese Zielvereinbarung wird nach einer festgesetzten Zeit überprüft und ggf. angepasst.
- Zur Sicherung der Ausbildungsfähigkeit werden schulische und außerschulische Maßnahmen herangezogen. wie Berufsorientierung, sozialer Tag, Betriebspraktika, (s. Schulprogramm)
- Leistungsstarke Schüler können ihre Kompetenzen im Programm Lernen durch Lehren stärken. Ein hierfür eingerichteter WPK – Kurs sorgt für die notwendige pädagogische Unterbauung und bindet diese Fertigkeiten in den Schulalltag ein.
- Die Förderung sollte sich nicht auf einige Fächer beschränken, sondern nach dem Ansatz der Individualität entsprechend den Neigungen oder Defiziten des Schülers/der Schülerin erfolgen.
- Um den eigenverantwortlichen Umgang mit Eigenlernzeiten in der Abschlussklasse zu gewährleisten und zur Stärkung des eigenständigen Lernens sind Freiarbeitszeiten in den niedrigen Klassenstufen sinnvoll.

Vorläufiges Schlusswort

Die eine oder andere Maßnahme einer Klassenstufe ist durchaus einsetzbar für andere Klassenstufen, auch wenn in diesem Papier nicht explizit darauf hingewiesen wurde.

Das gemeinsame Lehrerkollegium für Grundschule, Haupt- und Realschule sowie Förderzentrum ermöglicht eine effektive Kooperation für das Fördern und Fordern der Schülerschaft der Öömrang Skuul durch unmittelbare Beratung, Absprachen und Zurückgreifen auf unterschiedliche Kompetenzen.

Auch das Förderkonzept unserer Schule unterliegt selbstverständlich einem fortlaufenden Prozess und wird in jedem Schuljahr überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht.

Dadurch ist auch zu erkennen, ob angestrebte Maßnahmen und Wünsche umgesetzt werden konnten.
Mai 2009

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